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Gottesdienste und Andachten

 

Alle Gottesdienste sind bis zum 31. Januar 2021 abgesagt.

 

Unsere Kirche ist geöffnet:

Immer freitags, samstags und sonntags von 18:00 - 19:00 Uhr.

Das hat der Kirchenvorstand angesichts der aktuellen Lage und Entwicklung beschlossen.
Wir alle sollen unsere Kontakte beschränken. Deshalb  möchten wir vermeiden, dass in Gottesdiensten
zusätzliche Kontakte provoziert werden.

Und natürlich sind wir gerne persönlich für Sie da: Tel. 39208

Bitte beachten Sie bei einem Besuch der Kirche die allgemeinen Hygienevorschriften.

 

Die Vertonung der Jahreslosung von Ulrike Rückelt finden Sie hier: https://youtu.be/k1qWg6uIeec

Gedanken zu Epiphanias, vorgetragen von Alexander Kail und musikalisch ausgestaltet von Familie Rückelt finden Sie hier: https://youtu.be/H7Ykfq82jfg

Gedanken zu Silvester 2020 von Pfr. Dr. Grimmer finden Sie hier: https://youtu.be/vl5RZBIf10I

Gedanken zu Neujahr 2021 und zur Jahreslosung von Pfrin. Grimmer finden Sie hier:

 

 

Gedanken zum Neuen Jahr 2021

Fast noch nagelneu liegt das neue Jahr 2021 vor uns und wir betrachten es erwartungsfroh. Froh, dass das alte Jahr 2020 mit allem, was es schwer gemacht hat, nun vorbei ist.

Voller Erwartung, dass die vor uns liegenden Wochen und Monate besser werden, dass langsam wieder  möglich wird, was wir so lange vermissen: Nähe und Begegnung ohne Abstand, Sorge und Mundschutz, verreisen, schwimmen gehen, Kino, ein Konzert, gewohnter Unterricht und Kinderbetreuung; dass die Senioren im Gemeindehaus wieder in gewohnter Runde beisammensitzen können, dass die Konfis, der Chor, die Band, die Jugend, Projekt 16 und alle anderen sich wieder treffen können, dass Gottesdienste mit Singen und Abendmahl in gewohnter Form möglich sind.

Dass Pläne und Vorsätze schnell durchkreuzt sind, haben wir in den vergangenen Monaten schmerzlich erlebt. Ich denke auch deshalb hat jede und jeder, mehr noch als die üblichen Neujahrsvorsätze, ihre/seine ganz persönlichen eigenen Wünsche, Sehnsüchte und Hoffnungen für die 365 neuen Tage, die vor uns liegen. Mit froher Erwartung, mit der Hoffnung, dass sich einiges ändert mit der Impfung, dass es aufwärts geht ist dieser Jahresbeginn genauso verbunden, wie mit der Befürchtung, dass alles noch viel schlimmer kommen könnte.

Wir haben nicht alles in der Hand – und wollen doch die Unwägbarkeiten des Lebens in den Griff bekommen, wir wollen uns vorbereiten und gewappnet sein. Vor allem für die unangenehmen Dinge, aber auch für die freudig erwarteten oder unerwarteten Ereignisse. Doch bei all diesen Versuchen müssen wir uns oft schmerzlich eingestehen, dass wir nicht Herr sind über unsere Zeit, über unsere Zukunft. Wir können nicht alles machen, beeinflussen, regeln. Doch wir schweben auch nicht zufällig in diesem Universum. Als Christen glauben wir, dass wir rückgebunden sind an Gott, dass wir zu ihm gehören und er uns nicht verlässt. Nachdem wir erlebt haben, wie leicht sich Dinge und Gegebenheiten ändern fällt es uns dieses Jahr vielleicht schwer, nach vorne zu blicken, Vorsätze zu fassen.

Ein Vor-Satz, eine Überschrift für das neue Jahr ist die Jahreslosung: Christus spricht: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ (Lk 6,36)

Barmherzigkeit, Nächstenliebe, das wird ganz oft als der Kern eines christlichen Lebens genannt und doch überrollt mich dieses Wort, fordert, zeigt mit dem Finger auf mich. Ein Herz für diejenigen zu haben, denen es schlecht geht, die in Not sind, die Hilfe brauchen oder eine die zuhört, die Pflege und Zeit brauchen, das kostete Kraft.

Diese Jahreslosung fordert: haben wir doch im vergangenen Jahr schon so viel Einsatz –manche bis zur Erschöpfung - mit Herz und Hand erleben dürfen oder auch selbst gezeigt. Diese Jahreslosung fordert: manche warten doch selbst auf jemanden, der sich ihnen zuwendet, mit Mitgefühl entgegenkommt, weil der Akku völlig leer ist.

So fange ich bei der Jahreslosung von hinten an: „Euer Vater, Gott, ist barmherzig, zu dir, zu mir.“ Dieses Wort tut gut, eröffnet mir eine Weite und einen Horizont, ist bedingungslos, entlastet mich. Ich denke an das Gleichnis des barmherzigen Vaters, der seinen verlorenen Sohn nach Scheitern und Umkehr mit offenen Armen empfängt, ich denke an Mose am Dornbusch der hört: ich habe das Schreien meines Volkes gehört, ich denke an Jesus, der mit Einsamen und Ausgestoßenen am Tisch sitzt, der Trauernde tröstet und Kranke nicht fortschickt, der dem Mann neben sich am Kreuz das Paradies verspricht.

Wir haben einen Gott, der sich uns bedingungslos zuwendet, dessen Herz für uns schlägt. Nicht, weil wir etwas Großartiges leisten, sondern weil er uns liebt. Er reicht uns die Hand, wenn wir im eigenen Sumpf feststecken, spricht das Wort der Versöhnung und schenkt uns neuen Anfang, sitzt neben den Trauernden und Einsamen, nimmt die Kranken und Sterbenden in den Arm.

So stärkt uns seine Barmherzigkeit, seine Zuwendung, sein Mitleiden, seine Liebe den Rücken, trägt uns.

Gottes Zuwendung, seine Barmherzigkeit ist der Grund auf dem ich stehe, von dem aus ich leben darf, der mir Kraft und Rückhalt gibt und mein Herz bewegt. Seine Zuwendung, seine Barmherzigkeit macht mich sicher und frei zugleich. Auf dieser Basis kann ich nun den ersten Teil der Jahreslosung ganz anders lesen: ich habe einen Gott, dessen Herz für mich schlägt, der sich den Menschen zuwendet. Ich muss und kann die Barmherzigkeit nicht erfinden oder herstellen. Aber ich darf und kann mich von Gottes Zuwendung bewegen lassen und ein Mensch sein und werden, dem der andere nicht egal ist.

So lese und höre ich: seid Menschen, die sich bewegen lassen, die handeln und sehen, hören und verzeihen, Menschen deren Herzen für die Not und die Freuden anderer schlagen.

Seid Menschen, die sich selbst nicht egal sind, seid barmherzig und geduldig mit euch selbst, sorgt auch für euch, versucht euch zu lieben und euch zu verzeihen, denn ihr werdet gehalten und geliebt.

Wir dürfen uns auf Gott verlassen, der das Schreien seines Volkes in der Unterdrückung hört, wir dürfen einem Gott vertrauen, der die Menschen so sehr liebt, dass er sie begleitet durch die Wüste. Er ist es, der in Jesus menschlich ist. „Christus spricht: Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ Daran wollen wir uns festhalten, aus seiner Barmherzigkeit wollen wir leben.

Unser Glaube hält uns nicht nur in Erschütterungen fest, sondern führt uns auch aus diesen heraus, befähigt uns selbst barmherzig zu sein.  Es mag sein, dass um uns herum alles in Trümmer bricht, dass unser Leben und unsere Pläne durchkreuzt werden. Es mag sein, dass wir das Gefühl haben, dass nichts und niemand uns mehr liebt und achtet. Es mag sein, dass wir vor Glück und Freude Luftsprünge machen können. In all dem ist gewiss, dass Gott uns hält. In all dem ist gewiss, dass Gottes Herz für uns schlägt. Unsere Welt ist nicht gottlos, nicht ohne Erbarmen. Darauf zu vertrauen und so zu leben fällt manchmal schwer. Doch Gottes Liebe verändert diese Welt, verändert uns, kommt uns mit seiner Barmherzigkeit entgegen, damit wir alle davon leben und austeilen können. Machen wir es wie Gott: werden wir Mensch.  Amen

Katrin Grimmer

Bildnachweis: Gemeindebrief evangelisch

 

Gedanken zu Weihnachten 2020 an der Erlöserkirche finden Sie hier: https://youtu.be/0c1-DeKPP00

Eine Auslegung der Weihnachtsgeschichte von Pfarrerin Katrin Grimmer finden Sie hier: https://youtu.be/krJP1k3wfEQ

 

 

 

 

 

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